Quo Vadis - Montagsdemo in Dahme?

08.05.2024

Die Dahmer Montagsdemo steht vor der Entscheidung Platform berechtigter Forderungen zu sein oder Extremen eine Bühne zu geben. Wohin führt der Weg?

Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, dass die Proteste in Dahme als Plattform für berechtigte Forderungen von Landwirten und Handwerkern dienten. Nun haben sie eine besorgniserregende Wendung genommen. Die Medienberichterstattung des RBB am 4. März 2024 markierte sowohl den Höhepunkt und war Wendepunkt zugleich. Seitdem verloren die Demos nicht nur stetig an Besucherzahlen, sondern entfernten sich auch von ihren ursprünglichen Anliegen.

Als Antwort auf Jana Schimkes Aufruf „Tun Sie es weiter, tun Sie es friedlich und tun Sie es laut“ erklingt nun ein pervertiertes „Nie wieder Altparteien“

Anstatt klare Lösungen für die Probleme vor Ort zu finden, setzten die Demonstrationen zunehmend auf radikale, ideologisch aufgeladene Botschaften. Anti-Regierungsrhetorik, Anti-Altparteien und Nationalpazifismus-Slogans dominieren seitdem nahezu jeden Redebeitrag. Der Ruf nach Waffenstillstand vergisst dabei komplett die ukrainische Erfahrung mit massiven Menschenrechtsverstößen unter russischer Besatzung, wie die Gräueltaten in Butscha und Irpin im Frühjahr 2022 viel zu eindrucksvoll belegen.
Noch beunruhigender ist jedoch die gut dokumentierte Präsenz von Corona- und Klima-Leugnern, selbsternannten Bibelchristen und AfD-Liedermachern, die nun die Bühne übernehmen.

Die CDU vor Ort hat sich stets für einen konstruktiven Dialog mit den Menschen in der Region eingesetzt, um konkrete Verbesserungen für die Bürger zu erreichen

Bereits im Februar dieses Jahres bemühte sich Vertreter der CDU mit Gesprächsangeboten, wie z.B. einem runden Tisch mit der Landes- und Bundespolitik zu organisieren, um realisierbare Lösungen. Leider entschied man sich für eine trotzige „Jetzt erst recht“-Mentalität. Das Resultat kann man nun beobachten. Die Demonstrationen werden zunehmend zu einem Raum für extreme und teils antidemokratische Stimmen.

Wir distanzieren uns klar von diesen Entwicklungen, ohne jedoch die wichtigen ursprünglichen Anliegen zu vernachlässigen

Was die Region jetzt braucht, ist eine Rückbesinnung auf substanziellen Diskurs und lösungsorientierte Forderungen. Es muss darum gehen, die Dahmer Innenstadt wieder zu beleben, die Finanzierung der hiesigen öffentlicher Einrichtungen, wie Museum und Tierpark zu sichern, Konzepte für die Schwimmbäder und medizinische Versorgung im Amt zu entwickeln und ein Umfeld zu schaffen, das Unternehmen anzieht und nicht abschreckt.

Die Bewältigung dieser Probleme muss im Mittelpunkt stehen, nicht Ideologien, die die Region spalten

Die CDU ist weiterhin offen für Gespräche und betont, dass ein konstruktiver Dialog mit den Bürgern der beste Weg ist, um praktikable Lösungen für die Herausforderungen vor Ort zu finden. Wir bleiben engagiert und bieten jedem die Hand, der an einem gemeinsamen Weg in eine positive Zukunft arbeiten möchte.